CDU regt die Aufnahme anerkannter Flüchtlinge aus Griechenland in Herdecke an

Moria Hilfe

Die Bundesregierung hat beschlossen, rund 1.550 Geflüchtete aus griechischen Lagern in Deutschland aufzunehmen. Es handelt sich hier um Flüchtlinge, deren Schutzstatus durch die griechischen Behörden bereits festgestellt ist.

Die CDU Herdecke bittet die Stadt Herdecke darum der Bundesrepublik anzubieten, je nach Kapazität, eine oder zwei dieser geflohenen Familien aus Lagern in Griechenland aufzunehmen. Diesen Familien mit anerkanntem Flüchtlingsstatus kann schnell geholfen werden, indem Ihnen in unserer Heimatstadt ein vorläufiges Zuhause angeboten wird. Die furchtbaren Bilder aus überfüllten Flüchtlingslagern und die aktuellen Ereignisse lassen nur den Schluss zu, gemeinsam zu helfen.

Das bedeutet auch, dass sich Kommunen dazu entschließen müssen eine freiwillige Aufnahme anzubieten. Herdecke hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass unsere Bürgerinnen und Bürger denjenigen geholfen haben, die vor Krieg und Armut geflohen sind und die errichteten Netzwerke und Strukturen werden auch weiterhin eine erfolgreiche Integration ermöglichen.

Dass der Weg, den Deutschland in den vergangenen Jahren gegangen ist, auch auf viel Kritik gestoßen ist, ist den Mitgliedern der CDU natürlich nicht entgangen. Wie Innenminister Seehofer aktuell im Bundestag betonte, unterscheide sich die jetzige Situation fundamental von der im Jahr 2015. Es gebe jetzt eine klare Vereinbarung mit Griechenland über ein geordnetes Verfahren, bei dem die Identität der Schutzsuchenden überprüft werde. Vorrangig ist weiterhin eine gemeinsame Lösung des Flüchtlingsproblems auf europäischer Ebene anzustreben.

Nichtsdestotrotz und auch mit dem Hintergrund einer komplizierten Diskussion über ein europäisches Konzept, kann aber jetzt nicht gewartet werden. Das gescheiterte Flüchtlingsabkommen mit der Türkei und die Lage mit überfüllten Lagern in Griechenland führen derzeit zu einer Ausnahmesituation, vor der wir die Augen nicht verschließen dürfen.